Forschungszentrum Jülich
in der Helmholtz-Gemeinschaft

Institut für Festkörperforschung (IFF)


33. Ferienkurs des Instituts für Festkörperforschung

Weiche Materie -- Komplexe Materialien auf mesoskopischer Skala

Soft Matter -- Complex Materials on Mesoscopic Scales



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Physik und Chemie von Kolloiden, Polymeren, Membranen und Mikroemulsionen

Supramolekulare Strukturbildung und Phasenverhalten

Thermische Fluktuationen und entropische Wechselwirkungen

Dynamik nahe und fern des thermischen Gleichgewichts

Biomembranen und Biopolymere

Experimentelle und numerische Methoden

Synthese und industrielle Anwendungen

Die Veranstaltung wird für Studenten höherer Semester, insbesondere Diplomanden, sowie Doktoranden und junge Wissenschaftler angeboten.

 

Programmübersicht

In den letzten Jahren hat sich aus der Forschung auf den traditionellen Gebieten von Polymeren, biologischen Makromolekülen, Kolloiden, Amphiphilen Systemen und Membranen, sowie von Flüssigkristallen ein neues Forschungsgebiet entwickelt, die "Weiche Materie". Unter diesem Begriff werden alle Materialien zusammengefasst, die auf typischen Längenskalen im Bereich von Nanometer bis Mikrometer strukturiert sind. Die Wechselwirkung innerhalb der strukturellen Einheiten ist relativ stark, die Wechselwirkung zwischen ihnen aber ist schwach. Deshalb können diese Materialien unter dem Einfluß äußerer Kräfte leichtdeformiert werden ? de sind weich". Als einige Beispiele seien hier Tinte, Milch, Blut, Waschmittel, Kunststoffe, Klebstoffe und DANN genannt.

Das Zusammenwachsen der verschiedenen, vorher disjunkten Teilgebiete der weichen Materie erwächst zum einen aus der Erkenntnis gemeinsamer Mechanismen bei der Struktur und den Eigenschaften dieser Systeme, zum anderen durch die Verbindung verschiedener Komponenten in einem Material. Als Beispiel sei eine Polymer?Kolloid?Mischung wie Tinte genannt. Biologische Zellen sind eine Paradebeispiel für das Zusammenwirken einer großen Zahl verschiedener Komponenten,

Wesentliche Aspekte de Weichen Materie sind die Selbst-Organisation elementarer Einheiten zu einem komplexen Ganzen, das kooperative Zusammenspiel einer großen Zahl von Freiheitsgraden und die wichtige Rolle thermischer Fluktuationen. Die experimentelle und theoretische Untersuchung und das Verständnis der Eigenschaften dieser Materialien ist wegen des hohen Komplexitätsgrades, der großen Zahl kooperativer Freiheitsgrade und des großen Bereichs relevanter Größen?, Zeit? und Energieskalen eine besondere Herausforderung.

Bei der Erforschung der Weichen Materie arbeiten viele Disziplinen Hand in Hand. Hierzu gehört die Chemie, die mit der Bereitstellung immer komplexerer Moleküle den Baukasten für immer neue Materialien schafft. Die Physik untersucht die Eigenschaften und versucht, ein detailiertes Verständnis des Zusammenhangs zwischen molekularen Bausteinen und ihren Wechselwirkungen mit den makroskopischen Eigenschaften zu erzielen. Die untersuchten Fragestellungen reichen bis in die Zell? und Molekularbiobgie und de Pharmazie Ad de Anwendungsreife steht auch die Materialforschung, die an maßgeschneiderten Eigenschaften von Werkstoffen interessiert ist.

 


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Letzte Änderung: 19/04/2002, 09.10
URL: <http://www.fz-juelich.de /iff/ferienschule/thema_2002.shtml>