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Mit folgenden Themenbereichen sind Diplomarbeiten und Doktorarbeiten in Theoretischer Physik zu vergeben:

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Theorie elektronischer Eigenschaften von Festkörpern und Oberflächen
Elektronen
sind der 'Kitt', der die Atome eines Festkörpers oder einer Flüssigkeit
zusammenhält. Wir sind heute in der Lage, ausgehend von den quantenmechanischen
Grundgleichungen realistische Berechnungen von Strukturen und Eigenschaften
von Metallen wie Eisen- oder Aluminiumlegierungen, Halbleitern wie
Silizium oder Galliumarsenid und auch von keramischen Verbindungen
durchzuführen. Für die Computerrechnungen benützen
wir Workstations, Workstation-Clusters und große Parallel-Rechner.
Je nach Substanzklasse setzen wir angepasste Verfahren ein, wie KKR
(Kohn-Korringa-Rostoker) oder Pseudopotential-Methoden. Diese werden
mit Molekular-Dynamik-Techniken kombiniert, um komplizierte Phänomene
der Bewegung von Atomen zu beschreiben. Die Entwicklung neuer Methoden
und die Verbesserung existierender Verfahren fordert und fördert
dabei auch analytisches Verständnis.
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Theorie zu Unordnung und Phasenübergängen
Die
Beschreibung räumlicher Unordnung, etwa die irreguläre Anordnung
der Atome oder Moleküle in einem Glas, stellt immer noch eine
Herausforderung an die Theoretiker dar. Umso schwieriger ist die Vorhersage
von Eigenschaften solcher ungeordneter Festkörper. Diese Fragen
sind eng verbunden mit Problemen der Phasenübergänge, etwa
dem Erstarren oder Gefrieren eines Stoffes. In letzter Zeit interessieren
uns hier besonders Einflüsse langreichweitiger Kräfte, wie
sie über elastische Verformungen und hydrodynamische Strömungen
vermittelt werden. Wir setzen dabei ein großes Spektrum von analytischen
und numerischen Methoden aus der statistischen Physik ein (Renormierungsgruppenverfahren,
Scaling, Monte-Carlo- und Molecular-Dynamics-Simulation).
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Theorie der Strukturbildung
Die
Ausbildung aller Arten von Strukturen in festen oder flüssigen
Stoffen ist im thermodynamischen Sinne ein Nichtgleichgewichtsprozess.
Wir finden reguläre oder irreguläre, kompakte oder fraktale
Muster. In festen Stoffen frieren diese Nichtgleichgewicht-Strukturen
während des Herstellungsprozesses oft ein. Vielfach sind hydrodynamische
Strömungen an diesen Vorgängen beteiligt. Wir untersuchen
solche nichtlinearen dynamischen Systeme (vor allem solche
mit vielen Freiheitsgraden) mit analytischen Methoden (Störungstheorie,
multiple Skalenanalyse) und numerischen Verfahren (Monte Carlo-Simulation,
Phasenfeld-Verfahren, Greensfunktionsmethoden, allg. nichtlineare
partielle Differential- und Integro-Differentialgleichungen).
Interessenten
werden gebeten, sich direkt an die Institutsleitung zu wenden.
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