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| Book/Report | FZJ-2017-03643 |
1966
Kernforschungsanlage Jülich, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/14496
Report No.: Juel-0416-BO
Abstract: Zum Verwandtschaftskreis der Rhizobiaceae (BERGEY, 1957) gehören zwei biologisch sehr interessante Bakteriengattungen, nämlichRhizobium und Agrobacterium. In der Gattung Rhizobium werden die sog. Knöllchenbakterien, die in die Wurzeln verschiedener Leguminosen eindringen und dabei die Wirtspflanze zur Bildung der bekannten Wurzelknöllchen veranlassen können, zusammengefaßt. In vielen Fällen besteht zwischen den eingedrungenen Bakterien und der befallenen Pflanze zeitweise ein symbiontisches Gleichgewicht, ein Allelo-Parasitismus (SCHAEDE 1962). Die Pflanzen erlangen so mit Hilfe der Bakterien die Fähigkeit zur Assimilation des atmosphärischen Stickstoffes (zusammenfassende Darstellungen z.B. ALLEN und ALLEN 1950; VIRTANEN 1947; NUTMAN 1956; SCHAEDE 1962; SCHWARTZ 1959; THIMANN 1964, S. 364 ff.; u. a. ). Diese seit langem bekannte Erscheinung der symbiontischen Stickstoffassimilation hat bei der taxonomischen Eingliederung der Knöllchenbakterien, die früher die Bezeichnung Bacterium radicicola trugen, den Ausschlag gegeben (s. BERGEY, 1957). Die herkömmliche systematische Einordnung in die Gattung Rhizobium basiert auf der Virulenz der Knöllchenbakterien als charakteristisches Gattungsmerkmal und deren Wirtsspezifität als Artkriterium. Die durch zahlreiche Untersuchungen an Wurzelknöllchen gewonnenen Kenntnisse über den Verlauf der Bakterieninfektion, die Entstehung der Knöllchen wie über die Physiologie und Biochemie der biologischen Stickstoffbindung zeigen, daß die gegenseitigen Beziehungen zwischen Pflanze und Bakterium sehr komplexer Art sind und weiterer Klärung bedürfen (s. z.B. NUTMAN 1954 a und b). Darüber hinaus dürfte von allgemeinem Interesse die Frage sein, warum sich diese Symbiose nur bei den Leguminosen und hier wiederum vorwiegend bei den Papilionaceae und Mimosaceae ausgebildet hat. Die hohe Wirtsspezifität der Rhizobien dürfte vom physiologisch-chemischen Standpunkt, wie auch von der Evolution her gesehen, gleichermaßen interessant sein (MANIL 1958). [...]
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