GRK 2158 Naturstoffe und Analoga gegen Therapie-resistente Tumoren und Mikroorganismen: Neue Leitstrukturen und Wirkmechanismen
Coordinator
Professor Dr. Holger Gohlke ; Privatdozent Dr. Sanil Bhatia ; Professor Dr. Gerhard Fritz ; Professor Dr. Rainer Kalscheuer ; Professor Dr. Matthias Kassack ; Professor Dr. Thomas Kurz ; Professor Dr. Thomas J. J. Müller ; Professor Dr. Klaus Pfeffer ; Professor Dr. Jörg Pietruszka ; Professor Dr. Peter Proksch ; Professorin Dr. Stefanie Scheu ; Professor Dr. Sander Smits ; Professor Dr. Holger Stark ; Professor Dr. Björn Stork ; Professor Dr. Sebastian Wesselborg
Grant period
2016 - 2025
Funding body
Deutsche Forschungsgemeinschaft
DFG
Identifier
G:(GEPRIS)270650915
Note: Die Aufklärung von molekularen Resistenzmechanismen und die Suche nach neuen Wirkstoffen, die intrinsische oder erworbene Resistenzen überwinden können, gehört zu den Kernthemen pharmazeutischer Forschung. Dieser wichtige Themenkreis soll im Rahmen des geplanten GRKs am Beispiel von chemoresistenten Tumoren und Infektionen mit chemoresistenten mikrobiellen Krankheitserregern untersucht werden. Beide Krankheitsformen zeichnen sich durch vielfältige Resistenzen gegenüber etablierten Arzneistoffen aus, die die Therapie stark eingrenzen oder völlig außer Kraft setzen. Bei den bekannten Resistenzmechanismen von Tumoren und mikrobiellen Pathogenen gibt es deutliche Parallelen. Die gemeinsame Erforschung von anti-Tumorwirkung und antimikrobiellen Aktivitäten verspricht daher einen wissenschaftlichen Mehrwert, zumal Mikroorganismen häufig Modellcharakter für die Erforschung komplexerer eukaryotischer Zellen besitzen. Als Pool für neue Leitstrukturen und als Ideengeber für potentielle neue Wirkstoffe zur Aufklärung von molekularen Wirk- und Resistenzmechanismen dienen Naturstoffe sowie davon abgeleitete Verbindungen aus stressexponierten und bisher wenig untersuchten marinen Organismen bzw. aus pilzlichen Endophyten, u.a. aus der Volksrepublik China. Das geplante GRK besitzt einen ausgeprägten interdisziplinären Charakter und wird den beteiligten Promovierenden umfassende Kompetenzen in wesentlichen, grundlegenden und praktischen Aspekten moderner präklinischer Wirkstoffforschung vermitteln und diese für eine spätere anspruchsvolle berufliche Tätigkeit qualifizieren. Mit dem geplanten GRK wird die bereits bestehende Schwerpunktbildung der HHU in den Bereichen Tumorforschung und Infektionsmedizin vertieft und um den wichtigen Aspekt der präklinischen Wirkstoffforschung erweitert. Eine strukturierte Ausbildung wird durch Anbindung des GRKs an bereits bestehende Graduiertenprogramme der HHU gewährleistet und umfasst den Erwerb von berufsrelevanten Schlüsselqualifikationen. Das geplante GRK zielt darauf ab, eine neue Generation von Expertinnen und Experten im Bereich der molekularen Wirkstoffforschung mit vorbildlicher Interdisziplinarität auszubilden, für die ein hoher Bedarf in der universitären oder industriellen Forschung sowie bei Behörden besteht.