| Home > Publications database > Die natürliche, ubiquitär überprägte Grundwasserbeschaffenheit in Deutschland |
| Book | PreJuSER-42303 |
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2004
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
ISBN: 3-89336-353-X
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Abstract: Ziel des Vorhabens war die Ausweisung der natürlichen, ubiquitär überprägten Grundwasserbeschaffenheit in Deutschland auf wissenschaftlich fundierter Grundlage. Um hierbei die unterschiedlichen in Deutschland großräumig auftretenden petrografischen, hydrodynamischen und stratigrafischen Verhältnisse in ihrem Einfluss auf die Grundwasserbeschaffenheit zu berücksichtigen, wurde eine Differenzierung der Grundwasserleiter in hydrogeologische Bezugseinheiten vorgenommen. Als Grundlage hierzu dienten die von den staatlichen geologischen Diensten ausgewiesenen räumlichen Bezugseinheiten aus dem System der hydrogeologischen Räume des Lockerund Festgesteinsbereichs Deutschlands (Gliederung SGD). Auf diese Weise wurden 17 hydrogeologische Bezugseinheiten mit überregionaler Bedeutung ausgegliedert. Die durchgeführten Arbeiten gehen damit über die bisher ausschließlich länderspezifisch vorliegenden Angaben zu diesen Einheiten hinaus und führen zu einer Vereinheitlichung. Die Bearbeitung des Projektes beruhte auf Grundwasserbeschaffenheitdaten der Bundesländer. Nach Abschluss der Datenübergabe lagen etwa 154.000 Proben aus ca. 40.000 Grundwassermessstellen vor. Diese Daten wurden aufbereitet, hinsichtlich ihres Formates homogenisiert und in einer Projektdatenbank zusammengeführt. Anschließend wurden Plausibilitätstests von Einzelanalysen durchgeführt und Zeitreihen durch Medianbildung eliminiert. Insgesamt gingen Analysen von ca. 26000 Messstellen aus 17 hydrogeologischen Bezugseinheiten in die Auswertung ein. Die Ausweisung der natürlichen, ubiquitär überprägten Grundwasserbeschaffenheit erfolgte separat für jede einzelne hydrogeologische Bezugseinheit. Je nach Datenlage wurden jeweils 25 bis 40 anorganische Parameter ausgewertet. Die natürliche, ubiquitär überprägte Grundwasserbeschaffenheit wurde auf der Basis von zwei parallel, aber unabhängig voneinander eingesetzten Verfahren abgeleitet. Zum einen wurde ein $\textit{rangstatistisches Verfahren}$ auf Basis mehrerer hydrochemischer Präselektionsschritte nach Leitinhaltsstoffen verwendet. Hierbei handelt es sich um eine einfach zu handhabende Methode, die jedoch zwei Nachteile aufweist. Zum einen beruhen die Kriterien zur hydrochemischen Präselektion nach Leitinhaltsstoffen auf Erfahrungswissen und/oder subjektiv ausgewählten Kriterien. Es konnte nachgewiesen werden, dass der bei der Präselektion unterstellte Wirkzusammenhang zwischen der Konzentration von Leitinhaltsstoffen und dem Beeinflussungsgrad nur in Einzelfällen vorliegt. Die Präselektion führt vor allem in sauerstoffreichen Grundwässern zu einer Reduzierung des auswertbaren Gesamtdatenbestandes um bis zu 90%, so dass die räumliche und statistische Relevanz der Auswertung in Frage gestellt werden kann. [...]
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