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| Book/Report | FZJ-2019-00817 |
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1995
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/21406
Report No.: Juel-3139
Abstract: Warum beschäftigen sich Mitarbeiter einer Großforschungseinrichtung und eines privaten Umweltinstitutes gemeinsam mit der Entwicklung und den Problemen von Biosphärenreservaten? Sicherlich, weil ihnen diese einmaligen Landschaften am Herzen liegen. Aber auch, weil alle Beteiligten sich mit Problemen der nachhaltigen Entwicklung" befassen, die in Biosphärenreservaten im Mittelpunkt stehen sollten. Daß sie nicht der gleichen Disziplin angehören, spezifische Erfahrungen, Sichtweisen und Kenntnisse haben, kann da nur von Vorteil sein. Die Großschutzgebiete bzw. Biosphärenreservate der jungen Bundesländer werden zu Recht als das Tafelsilber der deutschen Einheit" bezeichnet. Zu diesem Schatz gehören auch die Biosphärenreservate (und die anderen Schutzgebiete) der alten Bundesländer. Silber aber muß gepflegt werden, damit es seinen Glanz erhält. Pflege kostet Ressourcen, bedarf des Personals und des Engagements. Während letzteres in den Verwaltungen, Trägerschaften etc. der Schutzgebiete reichlich vorhanden ist, operieren sie personell und finanziell immer am Rande ihrer Möglichkeiten. So können sie manchen drängenden Fragen und Problemen nicht nachgehen. Wir haben versucht, einige dieser Probleme und Fragen zumindest zu verdeutlichen. Natürlich wissen wir, daß damit die alltäglichen Probleme in den Biosphärenreservaten nicht weniger werden. Aber die Biosphärenreservate bedürfen auch der langfristigen Orientierung, zu der eine sozialwissenschaftliche Forschung beitragen muß. Leider interessieren sich die Sozialwissenschaften kaum für den Natur- und Landschaftsschutz, obwohl gerade hier ein wissenschaftlich interessantes und gesellschaftlich nutzbringendes Betätigungsfeld liegt. Wir hoffen, mit dieser sozialwissenschaftlich ausgerichteten Arbeit einen kleinen Beitrag leisten zu können, damit die Großschutzgebiete auch künftig als Naturraum und als Lebensraum für Menschen ihren Glanz entfalten können. An dieser Stelle möchten wir den Spreewaldern, die geduldig unsere Fragen über sich ergehen ließen, unseren Dank aussprechen.
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