| Hauptseite > Publikationsdatenbank > Adsorption- und Desorptionsverhalten von Methabenzthiazuron im Boden B: Ergebnisse und Schlußfolgerungen |
| Book/Report | FZJ-2018-00628 |
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1975
Kernforschungsanlage Jülich, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/16624
Report No.: Juel-1264
Abstract: Der herbizide Wirkstoff Methabenzthiazuron (MBT) wird sehr stark vom Boden adsorbiert. Die mittelhumosen A$_{p}$-Horizontproben (Oberböden) adsorbieren bei Aufwandsmengen von 1; 5; 15 und 30 ppm MBT/Boden durchschnittlich 65,8 , 62,3 , 52,9 und 46,5 %, die fast humusfreien B$_{t}$C- und C-Horizontproben (Unterböden und Untergrundböden) dagegen nur 36,2 , 33,1 , 27,3 und 26,1 % bzw. 25,7 , 23,6 , 16,6 und 17,4 %. Der Anteil des an den Boden adsorbierten Methabenzthiazuron vermindert sich prozentual mit zunehmender Aufwandsmenge. Den Aufwandsmengen von 1; 5; 15 und 30 ppm MET/Boden stehen Normwerteder adsorbierten Mengen von 1; 4,6; 11,0 und 22,2 gegenüber (Adsorption bei 1 ppm MBT/Boden = 1). Unter den Bodeneigenschaften weisen die Kohlenstoffgehalte in Regressionsanalysen zur Methabenzthiazuron-Adsorption bei den Aufwandsmengen von 1 bis 30 ppm MBT/Boden mit einem Korrelationskoeffizienten von durchschnittlich r = 0,95 eine signifikante Korrelation auf. Danach wirkt der Bodenhumus als Hauptadsorbens für Methabenzthiazuron im Boden. Auch die Desorption liegt, bezogen auf die applizierten Methabenzthiazuron-Mengen (1 bis 30 ppm MBT/Boden), prozentual am höchsten bei den humosen Böden. Sie erreicht im erstenDesorptionszyklus bei den humosen A$_{p}$-Horizontproben durchschnittlich 10,4 bis 12,6 % der Aufwandsmengen, bei den B$_{t}$C-Horizontproben 8,9 bis 11,4 % und bei den C-Horizontproben 5,1 bis 7,4 %. Dagegen kann im Laufe von 5 Desorptionszyklen aus den fast humusfreien Böden ein prozentual höherer Anteil des zunächst adsorbierten Methabenzthiazuron wieder desorbiert werden (durchschnittlich 66,4 bis 75,9 %) als aus den mittelhumosen Böden (45,9 bis 65,3 %). Dies weist auf geringere Adsorptionskräfte in den humusfreien Böden hin. Aus den Untersuchungen wird gefolgert, daß das Methabenzthiazuron über längere Zeitam Boden adsorbiert bleibt und nur langsam wieder desorbiert wird. Ein erheblicher Anteil des·anfangs am Boden adsorbierten Methabenzthiazuron ist durch wässerige Lösung nicht, beziehungsweise nur langsam, aus dem Boden desorbierbar. Dieser fest am Boden adsorbierte Methabenzthiazuron-Anteil, bezogen auf dieapplizierte Methabenzthiazuron-Menge, liegt in den humosen Böden mit durchschnittlich 54,1 bis 34,7 % wesentlich höher als in den humusfreien Böden, in denen er nur 9,4 bis 5,5 % ausmacht. Dadurch, daß sich das am Boden adsorbierte Methabenzthiazuron herbizidinaktiv verhält, ist es möglich, über die adsorbierte Wirkstoffmenge die geeignete Aufwandsmenge für einen Boden zu berechnen. Nach diesen Berechnungen erfordern die untersuchten Böden für die gleiche Herbizidwirkung zwischen 0,8 und 2,8 kg MBT/ha.
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