Book/Report FZJ-2018-02510

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Wachstum und Zusammenwirken von Scenedesmus falcatus und Pseudomonas bei chemostatischer Kultur in acetathaltigem Modellabwasser



1985
Kernforschungsanlage Jülich, Verlag Jülich

Jülich : Kernforschungsanlage Jülich, Verlag, Berichte der Kernforschungsanlage Jülich 1999, 166 p. ()

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Report No.: Juel-1999

Abstract: Die aerobe Behandlung von Abwässern in unbelüfteten flachen Teichen beruht, analog zur natürlichen Selbstreinigung der Oberflächengewässer, hauptsächlich auf dem Zusammenwirken von Algen und Bakterien. Dabei ist die photosynthetische O$_{2}$-Produktion der Algen von entscheidender Bedeutung für die Aufrechterhaltung eines aeroben Stoffwechsels der Bakterien (Arthur 1982). Die Abwasserbehandlung in Algenteichen gewährleistet zugleich eine Reduktion pathogener Mikroorganismen (Matina & Yousef 1964, Arthur 1982). Da die hydraulische Verweilzeit des Abwassers in Algenteichen mehrere Wochen betragen kann (Arthur 1982), ist der Flächenbedarf entsprechend groß. Durch ständiges oder intermittierendes Umwälzen des zu behandelnden Abwassers in Gerinnen von 0,5 - 1 m Tiefe kann die Aktivität der Algen und Bakterien erheblich gesteigert und die Verweilzeit (1 - 6 Tage) dementsprechend verkürzt werden (Shelef et al. 1978, Oswald 1970). Zur Unterscheidung von normalen Algenteichen, die in wärmeren Ländern weit verbreitet sind, werden die von Oswald und Mitarbeitern (Oswald und Gotaas1957, Oswald 1963) durch Umwälzung intensivierten Systeme in der Literatur als HIROPs (High Rate Oxidation Pond) oder HIRAPs (High Rate Algal Ponds) (Shelef et al. 1976, 1980 ; Goldman 1979b ; De Pauw & Van Vaerenbergh 1981) beziehungsweise in deutschen Arbeiten als Algengräben (Soeder et al. 1982) bezeichnet. Sie sind im allgemeinen Schwachlastverfahren, obwohl die zulässige Raumbelastung von Algengräben unter günstigen klimatischen Bedingungen bis 0,5 kg BSB$_{5}$/m$^{3}$ * Tag erreichen kann (Shelef et al. 1980). Der Abbau der Laststoffe vollzieht sich unter aeroben Bedingunge . Durch die Verfahrensweise bedingt, wird das Wachstum der in der Regel von einer Spezies dominierten Algenpopulation (Azov et al. 1980) stark gefördert. Ein Algengraben verkörpert ein System, das die 2. und 3. Reinigungsstufe herkömmlicher Kläranlagen vereint, vorausgesetzt die anfallende partikuläre Masse, ALBAZOD (Soeder 1984), die größtenteils aus Algen, aber auch aus Bakterien, Zooplankton und Detritus besteht, wird abgetrennt.


Contributing Institute(s):
  1. Publikationen vor 2000 (PRE-2000)
Research Program(s):
  1. 899 - ohne Topic (POF3-899) (POF3-899)

Database coverage:
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 Record created 2018-04-19, last modified 2021-01-29