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| Book/Report | FZJ-2019-01312 |
1995
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/21573
Report No.: Juel-3175
Abstract: In dieser Arbeit wird die Endzustandswechselwirkung in der quasielastischen Elektronenstreuung an leichten Kernen bei hohen Viererimpulsüberträgen untersucht.Der Wirkungsquerschnitt der (e, e'p) Reaktion an Kernen ist der Impulsverteilung der Nukleonen im Kern direkt proportional, wenn man die Wechselwirkung des herausgeschlagenen Nukleons mit den restlichen Nukleonen vernachlässigt. Die Endzustandswechselwirkung im Energiebereich von 1 GeV und mehr, der für die geplanten Experimente an CEBAF relevant ist, ist jedoch groß und im Gegensatz zur Endzustandswechselwirkung bei kleineren Energien im wesentlichen absorptiv und diffraktiv. Sie kann mit der Glauber Theorie beschrieben werden. Die Untersuchung der Elektronenstreuung an unpolarisiertem und tensorpolarisiertemDeuterium und an Helium-4 zeigt, daß die Endzustandswechselwirkung für höhere missing momenta dominiert. Sie führt zu einer starken Anisotropie der Winkelverteilung der Spektralfunktion, insbesondere zu einem Peak bei 90$^{\circ}$ für höhere missing momenta, und zu einer Vorwärts-Rückwärts Asymmetrie. Dabei ist die Auswirkung der Endzustandswechselwirkung je nach Kinematik und Absolutbetrag des missing momentum unterschiedlich, sie kann sowohl zur Verstärkung als auch zur Abschwächung führen. Die Details der Wellenfunktion bei kleinen Abständen der Nukleonen haben auf das Endergebnis nur einen sehr geringen Einfluß. Berücksichtigt man bei der Berechnung der Spektralfunktion die Endzustandswechselwirkung, so kann man schließen, daß eine experimentelle Unterscheidung der Vorhersagen von verschiedenen Modellen für die D-Welle des Deuterons oder für die Form der Korrelationen in Helium unmöglich sein wird. Die Eigenschaften der Endzustandswechselwirkung werden von der Nukleon-Nukleon Streuung bestimmt. Die Endzustandswechselwirkung induziert daher ein universelles Verhalten der Spektralfunktion unabhängig vom spezifischen Target-Kern.
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