| Hauptseite > Publikationsdatenbank > Modelluntersuchungen zum Transport polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe in Böden unter dem Einfluß grenzflächenaktiver Medien |
| Book/Report | FZJ-2019-01363 |
1996
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/21593
Report No.: Juel-3189
Abstract: Im Rahmen dieser Arbeit konnte ein bereits bestehendes Verfahren zur Probenvorreinigung PAH-haltiger Extrakte dahingehend optimiert werden, daß nun wasserhaltige Extrakte über eine Festphasenextraktion mit hydrophoben Elutionsmittel vorgereinigt werden kann. Auf diese Weise konnten Extrakte auf Basis von Mikroemulsionen, die grundlegender Bestandteil eines Verfahrens zur Sanierung PAH-kontaminierter Böden sind, der gaschromatographischen Analytik zugänglich gemacht werden. Darauf aufbauend war es möglich, kinetische Untersuchungen mit Mikroemulsionsextrakten durchzuführen. Durch die optimierten analytischen Bedingungen konnten selbst von PAHs wie Perylen, die in den untersuchten Bodenproben nur in Spuren vorkamen, zeitabhängige Konzentrationsverteilungskurven aus Batch-Versuchen aufgenommen werde. Aus diesen Kurven ließen sich die Adsorptions- und Desorptionsgeschwindigkeitskonstanten ermitteln. Desweiteren wurde das temperaturabhängige Phasenverhalten eines ternären Gemisches mit konstantem Wasser/n-Pentan-Verhältnis (1:1) und einem variierenden Gehalt an Marlipal 24/40(Alkylpolyethoxylat C$_{12/14}$E$_{4}$) erschlossen. In diesem System konnte ein Gemisch identifiziert werden, dessen Einphasengebiet in einem hinreichend großen Temperaturbereich in der Nähe der Raumtemperatur stabil ist. Es hat die Zusammensetzung 42% Wasser/42% n-Pentan/16% Marlipal 24/40. Die Mikroemulsion mit dieser Zusammensetzung wurde für Transportuntersuchungen eingesetzt. Zunächst wurde mit Hilfe der Taylor' sehen Dispersionsmethode die Diffusionskonstante ausgewählter PAHs gemessen. Es konnte eine lineare Abhängigkeit der Diffusionskonstante von der PAH-Ringzahl festgestellt werden. Zusätzlich wurden die Diffusionskonstanten polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe in n-Pentan und Marlipal 24/70 bestimmt. Es zeigte sich, daß die Diffusionskonstanten der PAHs inMikroemulsion näher an denen von PAHs in n-Pentan lagen als an den Diffusionskonstanten der PAHs in reinen Tensidlösung. Dieses Ergebnis läßt auf eine bessere Extraktionsvermögen der Mikroemulsion gegenüber der reinen Tensid-Lösung schließen. Grund dafür ist, daß PAHs im Falle der Mikroemulsionen in einer kontinuierlichen Phase diffundieren können, während sie sich im Falle von Tensid-Lösungen im Inneren einer Micelle befmden, die die Diffusion der PAHs erschwert. Zuletzt wurden Säulenversuche mit Mikroemulsion als mobile Phase durchgeführt. Säulen, die mit dem sphärischen Silicagel LiChrospher 100-5 und mit Zeolith 5$\mathring{A}$ gepackt waren, wurden mit Mikroemulsion durchströmt. Ein Puls einer PAH-haltigen Mikroemulsionslösung wurde [...]
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