Hauptseite > Publikationsdatenbank > Wasser: Nachhaltige Gewinnung und Verwendung eines lebenswichtigen Rohstoffs |
Book | FZJ-2016-04263 |
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1996
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
ISBN: 3-89336-182-0
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/12169
Abstract: Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Der Mensch selbst besteht zu zwei Dritteln aus Wasser, er kann einige Wochen ohne bleibende Schaden hungern, aber ohne Wasser überlebt er nur wenige Tage. Wasser ist das $\textit{Lebensmittel}$ für die Menschen, $\textit{die Ressource}$ für die Landwirtschaft und ein $\textit{wesentlicher Rohstoff}$ für die Industrie. Für diese vielfach genutzte Ressource gibt es in wesentlichen Funktionen keinen Ersatz. Wasser ist aber auch ein eigenständiger $\textit{Lebensraum}$, der durch den Menschen in vielfältiger Weise genutzt wird, etwa für Fischerei oder als Erholungsraum. Wasser in ausreichender Menge und guter Qualität ist also eine unabdingbare Grundlage für das Leben und das Wirtschaften der Menschen. Übermäßiger Verbrauch und Verschmutzung des Wassers aber bedrohen die Verfügbarkeit und die Güte des Wassers. Zwar sind die Regionen der Erde davon unterschiedlich betroffen, aber es gibt universelle, an allen Stellen des Globus zu beobachtende Probleme. Dazu zählen die Verschmutzung der Wasservorräte durch Schadstoffe (z.B, aus der Landwirtschaft), ihre Vergeudung (durch übermaßigen Verbrauch, durch Mängel in der Infrastruktur), durch wachsende Nachfrage (z.B. als Folge der Bevölkerungszunahme) und - potentiell - durch eine Veminderung der Verfügbarkeit von Wasser (durch Klimaänderungen). Freilich sind diese Lastfaktoren in den Regionen des Globus unterschiedlich stark ausgeprägt und das Angebot an Oberflächen- und Grundwasser ist sehr verschieden. Wasserprobleme sind deshalb regionale, nicht selten auch lokale Probleme, die auch auf dieser Ebene zu lösen sind. Insbesondere die Verschmutzung von Gewässern ist auch in der Europäischen Union ein Problem. Wie die EU-Kommission 1992 in einem umfassenden Bericht über die Umweltsituation in der Gemeinschaft feststellt, hat sich trotz einiger Anstrengungen in den letzten zwanzig Jahren der Zustand der Wasserressourcen nicht verbessert. Die Entwicklung in den EU-Regionen ist unterschiedlich, und Deutschland gehört zu den Ländern mit eher positiver Tendenz.Aber es gibt mehr Beispiele für eine Verschlechterung denn für eine Verbesserung der Situation. Zu den Problemen, die erst neuerdings verstärkt in den Blick geraten, gehört die Belastung des Grundwassers mit Schadstoffen, insbesondere aus der Landwirtschaft oder durch Einträge als Folge anderer Immissionen. Aber auch Oberflächengewasser werden durch Schad- und insbesondere durch Nährstoffe belastet, so daß ihre Nutzbarkeit für Zwecke des unmittelbaren Verbrauchs oder industrielle Zwecke leidet. Die Belastung der Küstengewässer führt zu Einbußen in der Fischwirtschaft und dem Tourismus. Schließlich dürfen nicht die negativen Folgen für die vielfältigen Ökosysteme übersehen werden, die auf sauberes Süß- und Salzwasser angewiesen sind. Der wissenschaftliche Kenntnisstand über Ursachen und Folgen der (regionalen) Wasserprobleme sowie über Lösungsmöglichkeiten ist relativ hoch. Dennoch finden diese Erkenntnisse nur begrenzten Eingang in die Praxis, weil vor allem die politischen, ökonomischen und [...]
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