| Home > Publications database > Ein mesontheoretisches Modell für die $\pi \rho$-Wechselwirkung und der $\pi$NN-Formfaktor |
| Book/Report | FZJ-2018-04169 |
1993
Forschungszentrum Jülich GmbH Zentralbibliothek, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/19315
Report No.: Juel-2734
Abstract: Wir haben in dieser Arbeit ein mesontheoretisches Modell zur Beschreibung der $\pi \rho$-Wechselwirkung entwickelt. Nach der $\pi \pi$-Wechselwirkung [10] wurde damit der Anwendungsbereich des Mesonaustauschbildes auf einen weiteren Meson-Meson-Prozeß ausgedehnt, wobei im Vergleich zum $\pi \pi$-System einige neue Aspekte auftraten. Dazu zählt die kompliziertere Spinstruktur des $\pi \rho$-Systems, die einen größeren Aufwand bei der Berechung der Matrixelemente und der numerischen Lösung der Streugleichung nach sich zieht. Weiterhin traten bisher in der Jülicher Gruppe noch nicht berechnete Vertizes auf, neben dem $\pi \rho \omega$-Vertex ist vor allem der ppp-Vertex zu nennen. Es zeigt sich, daß der durch die Berücksichtigung des 3$\rho$-Vertex mögliche $\rho$-Austausch eine wichtige Rolle für die Wechselwirkung spielt. Eine weitere Komplikation, deren korrekte Behandlung einen wesentlichen Teil dieser Arbeit ausmacht, ergibt sich aus dem Zerfall des $\rho$-Mesons in zwei Pionen. Da das $\pi \rho$-System auf diese Weise in ein System von drei Pionen übergeht, erfordert dies die Anwendung des relativ komplizierten Dreiteilchenformalismus. Nach einem Überblick über die allgemeine Theorie solcher Dreiteilchensysteme haben wir das Modell von Aaron, Amado und Young [13] auf die Behandlung des (relativistischen) $\pi \rho$-Systems angewendet. Wir haben dazu die aus diesem Modell resultierende effektive Zweiteilchenstreugleichung abgeleitet, ihre Struktur erläutert und die bei der Lösung dieser Gleichung auftretenden technischen Probleme sowie Möglichkeiten zuihrer Beseitigung dargestellt. Die Aussagekraft unseres Wechselwirkungsmodells ließ sich am besten anhand der J$^{P}$ = 1$^{+}$-Partialwelle untersuchen. Die experimentellen Daten zeigen in dieser Partialwellle eine ausgeprägte Resonanzstruktur, die mit der Existenz des Axialvektormesons A$_{1}$ erklärt wird. Wir haben gezeigt, wie sich mit Hilfe der $\pi \rho$-Wechselwirkung Widersprüche aufklären lassen, die sich bei der Analyse der empirischen Daten aus verschiedenen Experimenten ergeben. Für diese Analyse wurde aus technischen Gründen ein vereinfachtes Modell der $\pi \rho$-Wechselwirkung verwendet, in dem das $\rho$-Meson als stabiles Teilchen betrachtet wird. Die getroffenen Aussagen werden zwar aller Vorausicht nach durch die Berücksichtigung der Dreiteilchendynamiknicht wesentlich beeinflußt, es ist aber dennoch wünschenswert, die Untersuchung des A$_{1}$ auch unter Verwendung des vollen $\pi \rho$-Modells durchzuführen. [...]
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