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| Dissertation / PhD Thesis/Book | PreJuSER-39928 |
1999
Forschungszentrum, Zentralbibliothek
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/20519
Report No.: Juel-3700
Abstract: Ziel dieser Arbeit war die eingehende Untersuchung der Kohlenwasserstoffgasbildung in der sogenannten überreifen Zone, die dem Ölfenster in höheren Temperaturbereichen folgt. Insbesondere primäre Crackprozesse und das sekundäre Cracken im Muttergestein wurden studiert. Neben den besser untersuchten sekundären Crackprozessen in Reservoirs, die gemeinhin als Öl zu Gas Cracken bezeichnet werden, wird das primäre Cracken immer noch kontrovers diskutiert und ist wenig verstanden . Der weltweit steigende Verbrauch an Kohlenwasserstoffen, als Energieträger oder als Rohstoff zur Herstellung von Plastik, und die daraus resultierenden Anstrengungen der Erdöl/ Erdgas Industrie, diese Bedürfnisse zu befriedigen, indem Exploration in immer größere Teufenbereiche vordringt, sind als Hintergrund dieser Arbeit zu verstehen. Die vorliegende Studie wurde in der nördlichen norwegischen Nordsee an Gesteinen der oberjurassischen Heather und Draupne Formationen durchgeführt . Aufgrund der geologischen Zeiträume, die die Kohlenwasserstoffbildung in Anspruch nimmt, wurden neben Gasdateninterpretationen aus zahlreichen Bohrungen auch spezifische Laborexperimente unternonunen. Die Grundlage für die Relevanz von Ergebnissen aus Kurzzeit- Hochtemperatur-Experimenten für Langzeit-Niedrigtemperatur-Prozesse, welche in natürlichen Petroleumsystemen stattfinden, resultiert aus den chemischen Gesetzen der Kinetik. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen unter anderem die Integration von kinetischen Parametern in komplexe Temperaturgeschichten während einer Sedimentbecken- Entwicklung und die Vorhersage von Temperatur-Zeit-Intervallen, in denen Kohlenwasserstoffgasbildung auftrat. Als Konsequenz wurden auch Aussagen über Beiträge der verschiedenen Muttergesteinstypen zu existierenden Lagerstätten im Arbeitsgebiet möglich. Es ist erstrebenswert, solche Ergebnisse an natürlichen Gasdaten zu kalibrieren. Erschwerend sind dabei die auftretenden Heterogenitäten in natürlichen Systemen und das Ablaufen von vergleichsweise schnellen Prozessen, wie z .B. Migration, Biodegradation und anderen. Neben Temperatur-Zeit-Vorhersagen ist auch die Prognose von Gaszusammensetzungen von großem Interesse, da dies die Korrelation von Muttergestein bzw . Entstehungsgebiet mit der jeweiligen Lagerstätte ermöglichen kann.
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