| Hauptseite > Publikationsdatenbank > Analyse des Störfallrisikos eines Endlagers für radioaktive Abfälle aus der Stillegung von Kernkraftwerken |
| Book/Report | FZJ-2018-02441 |
1984
Kernforschungsanlage Jülich, Verlag
Jülich
Please use a persistent id in citations: http://hdl.handle.net/2128/18067
Report No.: Juel-1950
Abstract: Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammensetzung und Menge von Stillegungsabfällen aus Leichtwasserreaktoren und schwerpunktmäßig die langfristige Sicherheit des Einschlusses dieser Abfälle im Falle einer Endlagerung in der ehemaligen Eisenerzgrube"Konrad". Nach einer einleitenden Betrachtung über vorliegende Stillegungserfahrungen und -konzepte wird im zweiten Kapitel das Aktivitätsinventar von Leichtwasserreaktoren neuerer Bauart zum Zeitpunkt ihrer endgültigen Abschaltung abgeschätzt. Fast die gesamte stillegungsrelevante Aktivität eines LWR ist in wenigen kernnahen Einbauten konzentriert. Im Falle des DWR handelt es sich um Kernumfassung und Kernbehälter (Anhang A). Die speziellen Gegebenheiten der möglichen Endlagerstätte " Konrad" sind im dritten Kapitel zusammengefaßt. Die große Mehrzahl der Angaben und Daten stammen aus der im Auftrage des Bundesministers für Forschung und Technologie (BMFT) durchgeführten Eignungsprüfung der Grube "Konrad " als Endlager für schwachradioaktive Abfälle [Ge 82]. Auf der Basis einer Zusammenstellung möglicher Endlagergebinde und Einlagerungstechniken wird eine Abschätzung des benötigten Endlagervolumens vorgenommen. Das Kernstück der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Rechenmodells zur quantitativen Beschreibung des Störfalls "Wassereinbruch" im Endlager. Obwohl dieser Störfall nach allen vorliegenden Erkenntnissen über die Geohydrologie der Grube "Konrad" auch langfristig nach Stillegung des Endlagers als extrem unwahrscheinlich anzusehen ist, erscheint - zur Abschätzung des Maximalrisikos - die Durchführung einer Störfallanalyse bis hin zur Ermittlung der radiologischen Umgebungsbelastung geboten. Unter Berücksichtigung der grundlegenden chemischen und physikalischen Prozesse der Nuklidmigration (Anhang B) wird eine auf Grund der Mächtigkeit und Wasserundurchlässigkeit des Deckgebirges auf eine Ausbreitungsdimension beschränkte Transportgleichung aufgestellt und gelöst (Anhang C), wobei auch die endliche Gebindestandzeit berücksichtigt wurde.
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